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… kam in den 1980ern nach Westberlin und lernte relativ schnell, dass sie sich als «Ausländerin» behaupten und v.a. Allies finden musste. Sie nahm die Herausforderung an und fand ihre politischen Freund_ innen an der TU Berlin in der «Arbeitsstelle 3. Welt». Trotz vieler Hindernisse und Kämpfe mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaften schafften sie es, Rassismus – ein Tabuthema Deutschlands – als Thema im Fachbereich zu etablieren. Dieser Kampf führte sie zu ihrem nächsten Projekt: Nozizwe – das erste feministische Bildungsprojekt in Berlin für Frauen der Zwei-Drittel-Welt, in dem es nicht um kulturelles Miteinander ging, sondern um feministische Diskurse. Veränderung wurde als Bewegung verstanden. Die 1990er Westberlins prägten Sanchita. Sie entwickelte sich als Opposition zu weißen Feminist_innen, deren Zentrum-Peripherie-Logik sie nicht akzeptierte, und versuchte mit ihren politischen Allies stets, den Raum zu okkupieren.

Seit 2000 beschäftigte sie sich mit dem Effekt des Mauerfalls auf People of Color. Der Rassismus zeigte sein nacktes Gesicht in Deutschland – und so entstand ReachOut, eine Beratungsstelle für Betroffene von rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt. (© Foto: Sanchita Basu).

Im Verlag Yılmaz-Günay erscheint Sanchita Basu als Protagonistin in:
ca. November 2020: «Zusammen haben wir eine Chance» (DVD des 2018 uraufgeführten gleichnamigen Dokumentarfilms von Nadiye ÜnsalTijana Vukmirović und Zerrin Güneş).

Andere Veröffentlichungen (Auswahl):
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